Skipper allein an Deck eines Katamarans unter Segeln

Einhand-Skippertraining auf dem Katamaran

Eine Woche lang alles allein machen: ablegen, reffen, ankern, anlegen. Mit einem Trainer an Bord, der eingreift, bevor es teuer wird.

Alle vier Trainings
1 von 6 Plätzen vorgemerkt

Der häufigste Fall sieht so aus: Ein Vater chartert einen Katamaran für die Familie. An Bord sind die Partnerin, zwei Kinder, vielleicht die Schwiegereltern. Segeln kann nur er. Beim Anlegen im Päckchen, beim Ankern mit Landleine, beim Reffen bei auffrischendem Maestral ist er praktisch allein. Genau dafür ist diese Woche gedacht.

Wolfgang Roth fährt seit Jahren große Katamarane allein über die Adria und hat dabei eine Arbeitsweise entwickelt, die ohne zweiten Segler auskommt: Leinen so vorbereiten, dass ein Mensch reicht. Die Reihenfolge der Handgriffe so, dass nie zwei Dinge gleichzeitig passieren müssen. Und die Familie so einbinden, dass sie hilft, ohne Verantwortung zu tragen.

Was in dieser Woche geübt wird

  1. Leinen für eine Person

    Vorspring, Achterleine und Mooring so belegen, dass du beim Anlegen nicht zwischen Bug und Heck rennst. Welche Leine zuerst, welche Klampe, wie lang.

  2. Zwei Motoren statt Ruder

    Der Katamaran dreht auf der Stelle, wenn man die Maschinen richtig einsetzt. Drehen in der Boxengasse, rückwärts in die Lücke, Seitenwind ausgleichen.

  3. Ankern mit Landleine allein

    Anker fallen lassen, Boot halten, mit dem Dingi die Landleine an den Felsen bringen und zurück, ohne dass das Boot abtreibt. Mit Kette, die lang genug ist.

  4. Reffen, bevor es nötig ist

    Auf dem Katamaran gibt es keine Krängung als Warnung. Wann man refft, wie man das Großsegel allein herunterholt, und was der Autopilot dabei tun darf.

  5. Die Familie als Crew

    Was Kinder und Partnerin sicher übernehmen können: Fender, Leine annehmen, ausschauen. Und was ausdrücklich nicht.

Ein Tag im Training

  1. 08:30

    Briefing an der Pier: Wetter lesen, Tagesziel festlegen, Manöver des Tages durchsprechen.

  2. 09:30

    Ablegen, jeder Teilnehmer einmal allein. Die anderen beobachten und sagen danach, was sie gesehen haben.

  3. 11:00

    Schlag ins Revier. Segel setzen, reffen, ausreffen, Wenden und Halsen im Rhythmus des Maestral.

  4. 15:00

    Ankermanöver in einer Bucht, dann Landleine. Wiederholen, bis es ohne Hektik geht.

  5. 18:00

    Anlegen am Abendort. Nachbesprechung an Deck: was gut lief, was morgen anders wird.

Die Fehler, die wir immer wieder sehen

  • Zu wenig Ankerkette. Fünfmal die Wassertiefe ist das Minimum, bei Jugo-Ansage mehr. Fast jeder Hilferuf nachts beginnt mit zu kurzer Kette.
  • Leinen erst beim Einlaufen vorbereiten. Dann fehlt genau die Hand, die man am Ruder braucht.
  • Beide Motoren im gleichen Gang. Der Katamaran will mit einer Maschine vorwärts und einer rückwärts gedreht werden.
  • Zu spät reffen, weil das Boot nicht krängt. Der Katamaran warnt nicht, er beschleunigt.

Was du mitbringen solltest

  • Sportbootführerschein See oder gleichwertiger Schein. Für die Woche selbst reicht die Absicht, selbst zu fahren.
  • Erste eigene Charterwoche wäre gut, ist aber keine Bedingung.
  • Keine Katamaran-Erfahrung nötig. Darum geht es.

Boot, Revier, Termin

Lagoon-Katamaran mit vier Kabinen ab der Marina Zadar, höchstens 6 Teilnehmer, sechs Tage. Termine entstehen aus der Liste: Sobald genug Leute für dieses Training vorgemerkt sind, legen wir eine Woche im Frühjahr oder Herbst fest und schreibt alle an. Wie das genau läuft, steht auf der Übersicht Skippertraining.

Nicht sicher, welches Training passt? Der Selbsttest mit zehn Praxisfragen zeigt, wo der größte Hebel liegt.

Luftbild der kroatischen Küste, türkisfarbenes Wasser zwischen den Inseln

Auf die Liste setzen

Zwei Minuten, keine Zahlung, keine Verpflichtung. Du bekommst eine Einladung, sobald genug Leute für dein Training beisammen sind, und entscheidest dann.

Welche Trainings interessieren dich?

Eins oder mehrere antippen.

Wann passt es dir?
Welcher Preis je Person und Woche wäre für dich in Ordnung?

Koje auf dem Katamaran, Training, Endreinigung. Verpflegung und Hafengebühren teilt sich die Crew.

Kurz zu dir

Freiwillig, hilft bei der Zusammenstellung der Crew.

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